Grüne Fraktion bezieht Stellung: eSport ist Sport

Die Frage ob eSport als Sport zählt ist eine scheinbar unendliche Diskussion. Der Lieblingsgrund der Gegenposition, wer nur vor dem PC sitzt betreibt keinen Sport, wird zwar immer wieder...

Die Frage ob eSport als Sport zählt ist eine scheinbar unendliche Diskussion. Der Lieblingsgrund der Gegenposition, wer nur vor dem PC sitzt betreibt keinen Sport, wird zwar immer wieder herausgekramt, scheint aber mittlerweile als tatsächliches Argument an Schlagkraft verloren zu haben. Vor der Bundestagswahl 2017 hat sich die SPD erstmals zum Thema geäußert, davor war lediglich die Piratenpartei an der Diskussion interessiert.

Nun hat das Bündnis90/Die Grünen als erste im Bundestag vertretene Partei Stellung zum Thema genommen.  Dabei wurden im Positionspapier drei Hauptpunkte angesprochen. Nummer eins ist die oben angesprochene Diskussion „eSport ist Sport“. Trotz Kontroversen in der Vergangenheit scheint Deutschland auf einem guten Weg zu sein, eSport auch bei uns als Sportart anzuerkennen. Die Gründung des ESBD (eSport-VerbandBund Deutschland) im November letzten Jahres soll nur der erste Schritt sein.

 

Nummer zwei lautet „eSport ist Sportkultur“. Hintergrund ist die Förderung der Strukturen in Berlin, wie z.b. Gaminghäuser, eSport-Vereine und verschiedene Ligen. Berlin soll als Standort für den eSport weiterhin internationale relevant bleiben. Das funktioniert allerdings nur mit ausreichender Unterstützung. Demnach sollen mehrere große Turniere in die Hauptstadt geholt werden. Seit 2015 finden beispielsweiße die Spiele der europäischen LCS in Berlin statt und das letzte Mid Season Invitational wurde ebenfalls in Berlin abgehalten.

Punkte nummer drei, „eSport ist Gesellschaft“ behandelt die Inklusion, Gleichstellung und Nachhaltigkeit im Bereich eSport. Die Fraktion erwartet von der berliner eSport-Community mehr sich mit diesen Themen zu beschäftigen. Körperliche Einschränkungen oder das Geschlecht spielen im eSport weniger eine Rolle als in traditionellen Sportarten. Dennoch wird die Szene hauptsächlich von männlichen Teilnehmern ohne körperliche Einschränkungen dominiert. „Wir wollen eSport in Berlin stärken, aber auch seine gesellschaftliche Bedeutung als Aufgabe verstanden wissen: Eine junge und große Sportbewegung muss Werte wie Gleichstellung, Inklusion und Nachhaltigkeit mit der Faser ihrer sportlichen Betätigung vermitteln“, sagte Sprecherin für Wissenschaft und Finanzen, Anja Schillhaneck.

Wie effektiv die Partei Bündnis90/Die Grünen mit ihren Plänen tatsächlich sein können wird sich zeigen. Derzeit stößt die Anerkennung von eSport als Sportart in Deutschland noch auf sehr viel Gegenwehr. Das vollständige Positionspapier lässt sich auf der Seite der Grünen Fraktion Berlin nachlesen.

 

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