Ubisoft vs. Vivendi – Feindliche Übernahme gestoppt

We Are Ubisoft - mit diesem Leitspruch warb der französische Publisher Ubisoft gegen die Übernahme durch den Medienkonzern Vivendi. Nun ist der Streit beendet, mit beidseitigem Vorteil...

794 Millionen Euro gab Vivendi in den letzten drei Jahren für  27,3% der Ubisoft Anteile aus. Lange Zeit war eine Übernahme seitens des Medienkonzerns geplant, gegen Ubisofts Willen. Tun konnten sie jedoch Nichts. Gestern Abend gab Vivendi dann überraschend bekannt, alle Aktien am Entwickler verkauft zu haben, für einen Preis von über 2 Milliarden Euro. Ein dicker Gewinn für Vivendi. Noch mehr Freude herrscht aber bei Ubisoft.

Ein großer Teil der Aktien wurde direkt von Ubisoft zurück gekauft, ein anderer ging an die Firma der Guillemot-Brüder, den Gründern der Spieleschmiede. Diese haben nun wieder die absolute Mehrheit in der eigenen Firma und sind auch in Zukunft vor solchen feindlichen Übernahmen geschützt. Überraschend kommt der Einstieg der chinesischen Firma Tencent, die sich 5% der Aktien sichern konnten. Die Inhaber von Riot Games, dem Studio hinter League of Legends, wollen demnach Ubisoft helfen sich in China zu etablieren und den dortigen Markt besser zu erreichen. Eine gute beidseitge Kooperation. Ebenso steigt ein kanadischer Pensions Fond bei Ubisoft ein und bietet sich als langfristiger Investitionspartner an.

Der CEO von Ubisoft, Yves Guillemot, meldete sich nach den guten Nachrichten auf Facebook zu Wort und freut sich auf die hoffentlich rosige Zukunft seines Unternehmens:

We did it! Thank you and bravo to Ubisoft’s incredible teams for your amazing passion and determination. Thank you as well to our fantastic players, partners and friends around the world – your love and support has been invaluable. We truly are stronger together and thanks to you, the sky is the limit in the years to come!

Vivendi hat sich übrigens verpflichtet, für die nächsten fünf Jahre keine weiteren Ubisoft Aktien zu kaufen. Das ebenfalls aus Frankreich kommende Unternehmen erklärte jedoch, sich nicht aus der Gaming-Branche zurückzuziehen. Der Mobile-Entwickler Gameloft wird weiterhin in den Händen des Mediengiganten bleiben. Der Konzern war vor einigen schon für den kreativen Niedergang von Activision verantwortlich und hatte ähnliche Pläne mit Ubisoft. Wir fragen uns wer als nächstes auf der Einkaufsliste steht…

 

Quellen:

Deutsches Handelsblatt

vivendi.com

Yves Guillemot Facebook

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